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Christoph Heinrich Ellrodt und seine adlige Verwandtschaft

19. Dezember 2021 von

Christoph Heinrich Ellrodt  *1638 – 1705
Pfarrer in Münchaurach von 1675-1705
Einführung des ersten Schulunterrichts in Oberreichenbach 1680

Verbindungen zu seiner adeligen Verwandtschaft, die bis in den Reichsgrafenstand erhoben wurde.

Christoph Heinrich Ellrod/t endstammte einer angesehenen Familie aus dem heutigen Oberfranken. Zurück reicht die Linie Ellrodt (heutiger Erkenntnisstand) auf einen Jacob Ellrod, Schneidermeister in Kulmbach. Er muss dort um 1570 geboren sein.

Sein Sohn Jacob Ellrod II (1601-1671) war Pfarrer und in erster Ehe mit Eva Pertsch (1610-1639) verheiratet. Das Ehepaar (Heirat 1631) hatte 3 Kinder, wovon Christoph Heinrich Ellrodt das jüngste Kind war. Nach Jacob Ellrod II ist heute die evangelische Ganztagesrealschule in Gefrees benannt. Er studierte an der Universität Altdorf bei Nürnberg Theologie.

In zweiter Ehe war Jacob Ellrod II mit Rosina Hoffmann verheiratet (Heirat 1640). Aus dieser Ehe gingen 4 Kinder hervor, wobei im Folgenden auf den zweitgeborenen Phillip Andreas Ellrod (1643-1706) und seine Nachkommen näher eingegangen werden soll. Er war mit Margarete Auerbach verheiratet. Das Ehepaar hatte 7 Kinder. Die Nachkommenschaft kann man aus dem dem beigefügten Stammbaum entnehmen, wobei wiederum das Hauptaugenmerk auf den Sohn Johann Michael Ellrod (1672-1709) - Neffe von Christoph Heinrich Ellrodt - gelegt werden soll. Der Magister und Doktor war mit der Stallmeisterstochter Magdalene Rosine Orth verheiratet. Deren 3 Söhne gelang der Aufstieg in den Adelsstand.

Dem jüngsten Sohn wurde er angeboten, er lehnte jedoch ab:
Wolfgang Friedrich Ellrodt (* 1704-1762) war Geheimer Rat und anschließend Konsistorialpräsident. Er wurde 1762 in den Adelsstand erhoben. Männliche Nachfahren finden sich als preußische Offiziere, die Linie gilt aber als ausgestorben.

Der zweite Sohn Phillip Andreas Ellrodt (1707–1767) zählte zu den engsten Mitarbeitern des Markgrafen Friedrich III., übte zu dessen Lebensende faktisch die Regentschaft über das Fürstentum aus. Er wurde 1750 in den Adelsstand erhoben, 1759 in den Freiherrenstand, 1762 in den Reichsgrafenstand. Er gehörte dem Roten Adlerorden an. Über seine Person sind viele Details aus den Memoiren der Markgräfin Wilhelmine überliefert.

Der jüngste Sohn war German August Ellrodt (1709–1760). Sein Verdienst liegt in geistlichen und bildenden Aufgaben, er war unter anderem der erste Theologieprofessor der Universität Erlangen.

Ein ganz HERZLICHES DANKESCHÖN an Herrn Roman Gibtner für die Bereitstellung dieser "Episode"!

Der erste Graf, Philipp Andreas von Ellrodt (* 1707; † 1767)

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Christoph Heinrich Ellrodt, Großonkel der geadelten Personen, war es durch seinen Tod im Jahr 1705 natürlich nicht vergönnt, den sozialen Aufstieg seiner Verwandten zu erleben, vielmehr erst seinen Enkeln und Urenkeln. Er hatte mit seiner Ehefrau Sabine Anna Margarete Meiner (* ca. 1640) 4 Söhne und 4 Töchter.

In der Gemeinde Oberreichenbach, in der er 1680 den ersten Schulunterricht einführte, ist eine Straße nach ihm benannt.

*Quellen: Auszüge aus den Internetportalen GENEANET (genealogische Bibliothek) und Wikipedia

Auszug aus dem Stammbaum der Ellrod/t ausgehend von Phillip Andreas Ellrod (1643-1706)

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